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Interview mit den Rehwinkel-Stipendiaten

Interview mit den Rehwinkel-Stipendiaten 2020

Mit Beginn des Wintersemesters 2020/21 wählte die Edmund Rehwinkel-Stiftung der Rentenbank bereits zum neunten Mal die Teilnehmer ihres Stipendienprogramms aus.

Die zwei Studierenden Marie Kammer und Tom-Lukas Denker überzeugten während des mehrstufigen Auswahlverfahrens mit sehr guten Studienleistungen, sozialem Engagement und ihrer hohen Zielorientierung.

Im Interview erzählen die zwei Stipendiaten, die nun zwei Jahre lang gefördert werden, von ihrer Motivation für die Bewerbung sowie ihren Erfahrungen während des Auswahlverfahrens und in der ersten Zeit danach.

Das Interview

Welche Erwartungen haben Sie an das Stipendium?

Marie Kammer: Für die kommenden Förderperiode freue ich mich vor allem auf interessante Veranstaltungen, den Austausch mit verschiedenen Mitgliedern der Agrarbranche und besonders auch mit den anderen Stipendiaten*innen. Für mich ist es immer eine Bereicherung Neues zu lernen und andere Sichten auf aktuelle Fragestellungen kennen zu lernen, wodurch ich mich sowohl persönlich als auch fachlich weiterentwickeln kann.

Tom-Lukas Denker: Ich sehe das Stipendium der Edmund Rehwinkel-Stiftung als hervorragende Möglichkeit, interessante Akteure und Entscheider aus der Agrarbranche kennenzulernen, mich außeruniversitär weiterzubilden, aber auch meinen zukünftigen Werdegang durch das Networking zu konkretisieren. Ich hoffe also, dass ich an vielen Veranstaltungen teilnehmen kann, auch wenn dies aufgrund von Corona derzeit nur eingeschränkt möglich ist. Dennoch bin ich zuversichtlich, dass sich innerhalb der zweijährigen Förderung noch viele Gelegenheiten ergeben werden.

Empfanden Sie es als schwierig, das Stipendium zu erhalten?

Marie Kammer: Schwierig ist nicht ganz passend, aber auf jeden Fall nervenaufreibend. Die Vorgaben für eine Bewerbung waren klar aus den Informationen der Website zu entnehmen. Bei der Erstellung meiner Unterlagen habe ich mir viel Mühe gegeben, dennoch war ich mir nicht sicher inwieweit mein Werdegang zu dem passt, was die Stiftung sucht. Als ich dann ein positives Feedback und eine Einladung zum Gespräch erhalten habe, habe ich mich sehr gefreut und umfangreich vorbereitet.

Beide Bewerbungsgespräche waren angenehm und der Großteil der Fragen betraf meine Bewerbungsunterlagen. Obwohl auch die eine oder andere unterwartete Fragen gestellt wurde, war die Atmosphäre sehr freundlich und offen und beide Gespräche sind wie im Flug vergangen.

Tom-Lukas Denker: Rückblickend bewerte ich die Erstellung meiner Bewerbungsunterlagen als größtes Risiko, das Stipendium nicht zu erhalten. Allerdings nicht, weil die gestellten Anforderungen zu hoch waren, sondern vielmehr, weil mir bewusst war, dass sich auch andere Studierende um das Stipendium bewerben und ich deshalb mit meinen Unterlagen die Jury überzeugen musste, mich zu einem ersten Gespräch einzuladen. Die Unterlagen habe ich daher sorgfältig erstellt und mir ausreichend Zeit dafür genommen.

Die von Anfang an freundliche und interessierte Art der Jury hat die Stimmung während der beiden Vorstellungsrunden aufgelockert, wodurch sich angeregte Gespräche, sowohl über meinen Werdegang als auch landwirtschaftliche Fachthemen, entwickeln konnten. Alles in allem empfand ich das Auswahlverfahren als anspruchsvoll, dennoch zu keiner Zeit als unüberwindbar.

Was erzählen Sie Ihren Kommilitonen über das Stipendium?

Marie Kammer: Bisher kann ich meinen Kommilitonen eigentlich nur über das Bewerbungsverfahren und die Informationen der Stiftung zum Stipendium berichten. Demnach bietet das Stipendium neben der finanziellen Unterstützung sehr vielfältige Möglichkeit über den universitären Rahmen hinaus Einblicke in verschiedene Bereiche der Agrarbrache zu erhalten. Ich bin selbst sehr gespannt auf die kommende Zeit und werde meine Erfahrungen gerne mit meinem Umfeld teilen.

Tom-Lukas Denker: Ich werde definitiv dazu ermutigen, sich um das Stipendium zu bewerben, da dieses so viele Chancen bereithält. Auf der einen Seite ist es natürlich wichtig, dass man die Voraussetzungen, die auf der Homepage der Edmund Rehwinkel-Stiftung nachzulesen sind, nicht unterschätzt, auf der anderen Seite kann man meiner Meinung nach mit einer Bewerbung nichts verlieren, sondern nur an Erfahrung dazugewinnen. Die vielen Möglichkeiten, die einem während des Stipendiums in Form von hochkarätigen Veranstaltungen geboten werden, begründen eine Bewerbung allemal.

Verraten Sie uns abschließend noch Ihre nächsten Pläne im Studium?

Marie Kammer: Zurzeit bin ich im Auslandssemester in Helsinki und werde hier die nächsten Monate studieren. Danach geht es zurück nach Göttingen, um dort mein Masterstudium fortzuführen. Aktuell interessieren mich besonders internationale agrar- und umweltpolitische Themen, weshalb ich während des Masters gern in diesem Bereich Praktika in Berlin oder Brüssel absolvieren möchte. Genaue Pläne für die Zeit nach dem Studium habe ich noch nicht, aber viele Ideen.

Tom-Lukas Denker: Ich habe bereits meine Bachelorarbeit in Kooperation mit einem Unternehmen aus dem Agrarsektor geschrieben, dies strebe ich ebenfalls für die Masterarbeit an. Durch den mir nun ermöglichten finanziellen Freiraum möchte ich insbesondere meine Semesterferien für verschiedene Praktika nutzen, um so idealerweise die Möglichkeit für ein interessantes Master-Thema zu erhalten.

Marie Kammer

Marie Kammer (25), studiert an der Universität Göttingen Agrarwissenschaften mit Schwerpunkt Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaus.

Neben dem Studium engagiert sie sich ehrenamtlich u.a. im Gleichstellungsteam ihrer Fakultät. Ihre Freizeit widmet sie dem Sport, Lesen und Töpfern.

Tom-Lukas Denker

Tom-Lukas Denker (25), studiert an der Universität Hohenheim im Masterstudiengang Agribusiness. Sein besonderes Interesse gilt der Landtechnik.

Neben seinem Studium ist er ehrenamtlicher Rettungsschwimmer, Schwimmausbilder und als Vorstandsmitglied bei der DLRG aktiv.

Ihr Ansprechpartner

Christian Pohl
Christian Pohl

Tel.: 069-2107-376

Fax: 069-2107-6447