Der Trend zu Investitionen in erneuerbare Energien hält an: Die Ergebnisse der Frühjahrsumfrage des Rentenbank-Agrarbarometers zeigen, dass die befragten landwirtschaftlichen Betriebe planen, in den kommenden zwölf Monaten weiterhin stark in erneuerbare Energien zu investieren. Die geplante durchschnittliche Investitionssumme steigt dabei von durchschnittlich 243.000 Euro (Winterumfrage 2025) auf jetzt 283.100 Euro an.
„Verlässliche Energieversorgung ist die Basis für eine wettbewerbsfähige und erfolgreiche Wirtschaft und ein Resilienzfaktor für die Gesellschaft und die öffentliche Daseinsvorsorge. Erneuerbare Energien spielen dabei weiterhin eine wichtige Rolle. Sie werden überwiegend in ländlichen Regionen erzeugt und ermöglichen eine Energieproduktion, die unabhängiger von Importen ist. Dezentral bzw. regional erzeugte Energie aus Windkraft, Photovoltaik und Biomasse reduziert Anfälligkeiten gegenüber externen Krisen und stärkt zugleich die Wertschöpfung vor Ort“, so Nikola Steinbock, Sprecherin des Vorstands der Rentenbank. „Damit die erneuerbaren Energien noch effektiver genutzt werden können, müssen wir aber bei der Verteilung der Energie und ihrer Speicherung deutlich vorankommen“, so Steinbock weiter.
Mit dem „ECO2-Tracker“ macht die Rentenbank die Wirkung ihrer Förderfinanzierungen transparent. Das Instrument zeigt, wieviel Strom durch die von ihr finanzierten Anlagen produziert wird und wieviel Treibhausgasemissionen, ausgedrückt in CO2-Äquivalenten, dadurch jährlich eingespart werden. Ausgangspunkt sind die Anzahl und das Volumen der von der Rentenbank neu zugesagten Kredite im Bereich Windenergie und Photovoltaik. Die Daten werden monatlich aktualisiert.
Am stärksten war das Neugeschäft bis Ende Mai 2026 bei der Finanzierung von Windkraft- und Photovoltaikanlagen mit 371 Mio. Euro in Niedersachsen. 130.779 Haushalte können dadurch rechnerisch pro Jahr mit Strom versorgt und 336.608 Tonnen an CO2-Äquivalenten eingespart werden. Es folgt Schleswig-Holstein mit einem Neugeschäft in Höhe von 309 Mio. Euro. Etwa 120.500 Haushalte können dadurch pro Jahr mit Strom versorgt werden. Die rechnerische jährliche Einsparung beträgt 307.146 Tonnen an CO2-Äquivalenten. Auf Platz 3 folgt Mecklenburg-Vorpommern mit 198 Mio. Euro Investitionsvolumen, einer rechnerischen Versorgung von rund 68.800 Haushalten pro Jahr mit Strom und einer jährlichen Einsparung von 176.341 Tonnen CO2-Äquivalent.
Die Refinanzierung von Photovoltaik-Anlagen bleibt hinter dem Vorjahreszeitraum zurück. Im Jahr 2025 wurden bis Ende Mai mit 116,6 Mio. Euro rund 50 Prozent mehr Projekte mit durchschnittlich größeren Volumina refinanziert.
Die Rentenbank begleitet den Ausbau erneuerbarer Energien mit zinsgünstigen Förderkrediten. Finanziert werden gezielt Investitionen in die Erzeugung, Speicherung und Verteilung erneuerbarer Energien im ländlichen Raum.
Die vollständige Auswertung des „ECO2 Tracker“ ist auf der Homepage der Rentenbank unter https://www.rentenbank.de/research/impact-erneuerbare-energien/ zu finden.
Hintergrund:
Die Landwirtschaftliche Rentenbank ist die deutsche Förderbank für die Agrarwirtschaft und den ländlichen Raum. Der Förderauftrag schließt neben der Land- und Forstwirtschaft sowie der gesamten Wertschöpfungskette Lebensmittel den Ausbau erneuerbarer Energien ebenso ein wie die Förderung der Bioökonomie. Besonderes Gewicht liegt auf der Innovationsförderung. Sie reicht von der Forschung und Entwicklung an Hochschulen über die Frühfinanzierung agrarnaher Start-ups bis hin zur Markt- und Praxiseinführung neuer Technologien und Produkte. Die Förderinstrumente der Rentenbank sind Zuschüsse, Nachrangdarlehen und Programmkredite. Die Programmkredite werden wettbewerbsneutral über die Finanzierungspartner der Endkreditnehmer vergeben. Die Rentenbank refinanziert Banken, Sparkassen und Gebietskörperschaften mit Bezug zum ländlichen Raum. Die Bank ist eine bundesunmittelbare Anstalt des öffentlichen Rechts, deren Grundkapital von der Land- und Forstwirtschaft der Bundesrepublik Deutschland aufgebracht wurde. Sie unterliegt dem KWG und wird von der BaFin und der Bundesbank beaufsichtigt. Die Förderbank refinanziert sich an den Finanzmärkten und gehört zu den wenigen Triple-A-Adressen Deutschlands.